Aufwind für die Gemeinde durch Aufwind im Tourismus

- in welchem Ferienort träumt man wohl nicht davon!

Oftmals werden zigtausende Euros von Gemeinden ausgegeben, um Konzepte aufstellen zu lassen, nach denen diese Ziele erreicht werden sollen. Nicht selten geht es dann auch noch um große Investitionen, die zur Umsetzung dieser Konzepte nötig sind. Und oft genug gibt es am Ende lange Gesichter, weil das Geld verbraucht und die Landschaft verbaut worden sind, aber kaum nachhaltiger Erfolg erzielt werden konnte.

Doch es geht auch anders - und das möchte ich hier aufzeigen. Wenn der Wirt der renomiertesten Gaststätte am Ort im TV-Interview berichtet, dass jetzt 25 % seines Umsatzes aus einer bestimmten Zielgruppe generiert wird, der Bäcker mit 10 % seiner Produktion von ausschließlich dieser Zielgruppe profitiert und der Bürgermeister des Ortes 50.000 Übernachtungen (d.h. gut 10 %) der gleichen Zielgruppe zuordnet, dann darf man getrost von einem phänomenalen Erfolg sprechen, zumal wenn die allermeisten der neu gewonnenen Gäste noch nie zuvor von diesem Ort gehört hatten, bis sie erfuhren, dass man sich dort bemüht, ihren speziellen Bedürfnissen gerecht zu werden.

Dieser Erfolg war das Ergebnis eines ausgeklügelten Konzepts, das darauf ausgerichtet war, die speziellen Bedürfnisse einer klar definierten Zielgruppe und die Ressourcen am Ort gleichermaßen zu berücksichtigen. Ein Konzept, das zu der Zeit, als ich es entwickelte, jedoch schlichtweg "unverkäuflich" war, weil es zu weit weg war von allem, was den Entscheidungsträgern üblicherweise von Beratern und Planern geboten wird. Um es trotzdem zum Einsatz zu bringen, musste ich einen Umweg nehmen, musste auf Planungshonorar verzichten und mir stattdessen einen anderen Weg suchen, um mein Auskommmen bei der Sache zu sichern.

Quelle des Video-Beitrags: TV-Allgäu, 13.01.2010

Dass Scheidegg der Ort wurde, an dem ich mich betätigte, ist einer überaus kompetenten und engagierten Mitarbeiterin der Gemeindeverwaltung - Ingrid Schütz, Dipl.-Betriebswirtin FH - zu verdanken. Sie bekam bei Recherchen zu ihrer Diplomarbeit über Wohnmobiltourismus "Wind" von dem Konzept, das ich mir ausgedacht hatte. Und während ich noch nach geeigneten Standorten in der Mitte Deutschlands Ausschau hielt, überzeugte sie an ihrem Dienstort die Entscheidungsträger, mich - das "fränkische Urgestein" - vom Fuß der Rhön ins Westallgäu zu holen und mir die Chance zu geben, dieses inzwischen überaus erfolgreiche Konzept zu implementieren.

Ich hatte mir vorgenommen, den Ort, an dem ich das Konzept für die erste Zielgruppe umsetze, gleichzeitig auch noch in den Fokus einer zweiten Zielgruppe zu rücken - u.a. auch, um - statt Planungs-und Beratungshonorare in Rechnung zu stellen - durch diese Zielgruppe selbst etwas Anteil am Ertrag meiner konzeptionellen Arbeit zu haben. Mit großem Interesse hatte ich schon seit Jahren die Entwicklung im Reisemobiltourismus verfolgt und auch darin ein wirtschaftlich bedeutsames Potenzial für jene Orte gesehen, die sich als wohnmobilfreundlich profilieren können. Wichtig war mir vor allem aber auch der Aspekt, dass man Übernachtungsmöglichkeiten schaffen kann, ohne landschaftsverändernde bauliche Anlagen zu errichten. Seitens der Gemeinde war bereits ein erster halbherziger Schritt hin zur Ausweisung eines Wohnmobilstellplatzes getan worden, doch mangelte es an so gut wie allem anderen, was einen Platz und damit auch einen Ort für diese Gästegruppe attraktiv macht. Auch hier war ich gewissermaßen mit dem Ohr am Pulsschlag der Zielgruppe und konnte, ohne dass auch nur ein einziger Quadratmeter Boden zusätzlich "verbraucht" werden mußte, eine beachtliche Entwicklung in Gang setzen. Es folgte eine stetige Aufwärtsentwicklung, die ich bis Ende 2008 selbst als Betreiberin aktiv vorangebracht habe.

Ich bin längst noch nicht am Ende meiner Ideen für erfolgversprechende Konzepte, die sich ohne großen Kapitaleinsatz realisieren lassen, weil sie vor allem auf die Aufwertung der vor Ort schon vorhandenen Ressourcen bauen. Längst habe ich weitere Zielgruppen identifiziert, für die an geeigneten Orten spezielle Angebote entwickelt werden könnten, die ebensolche Erfolge wie die hier gezeigten Beispiele bringen dürften. Und ich bin immer offen für neue Inspirationen.  

Möchten auch Sie für Ihre Gemeinde von solch erfolgreichen Konzepten profitieren? Von Konzepten, die behutsam mit dem arbeiten, was vorhanden ist, anstatt auf große Investitionen zu setzen, dann nehmen Sie Kontakt mit mir auf. Gerne schaue ich mir auch Ihren Ort an, schaue, welche Ressourcen er bietet, um ihn als Ziel für neue Gästegruppen attraktiv zu machen.

Sie erreichen mich per Email an  
oder hinterlassen Sie mir eine kurze Nachricht auf Tel. 0971 69897769. 

Monika Draga
Dipl.-Geogr.



Mehr Informationen und Reaktionen rund um diese Projekte:
Glutenfrei überm Alltag stehen - Broschüre zum Projekt, Bearbeitungsstand 2005
Dem Rest der Welt um Gluten voraus - Allgäu Rundschau vom 05.04.06
Meine Marke: "Glutenfrei" - im Interview bei allergico.net 2006
Glutenfrei überm Alltag stehen, Beitrag zum Netzwerk Prävention, Landeszentrale für Gesundheit in Bayern e.V.,  2006 - Diese Website ist anscheinend nicht mehr verfügbar
Wellnews Tourismustrends von Steinbach & Friends, Januar 2007
Reaktionen von Gästen - veröffentlicht in der DZG-Mitgliederzeitschrift 2008
«Glutenfreies Scheidegg» gewinnt Innovationspreis, 20.07.2011
Scheidegg - Glutenfreie Zone, Bayerisches Fernsehen, 11.03.2013
Wohnmobiltourismus in deutschen Kurorten - eine Marktanalyse. Diplomarbeit (2005) von Ingrid Schütz, Diplom-Betriebswirtin FH
Lea Hampel: Gluten Tag. - Erschienen in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung, Ausgabe 19, vom 11. Mai 2014


Monika Draga, Dipl.-Geographin, 97688 Bad Kissingen, Tel. 0971 69897769